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Gesund ins Ziel kommen
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Liebe Lauffreunde
Nachstehenden Artikel habe ich privat im Forum eines großen deutschen Laufmagazin veröffentlicht. Erstaunlicherweise haben viele Läufer das Thema verdrängt oder nicht ernstgenommen. Da wir wollen, dass Sie Ihre Läufe nicht nur heil überstehen, sondern auch positive Erinnerungen daraus mitnehmen, geben wir Ihnen hier noch ein paar Tipps mit auf den Weg zum Marathon.
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"Zwei Tote und ein gerade noch reanimierte Läufer bei einem Marathonlauf mitten in Deutschland. Passiert beim Ruhrmarathon 2007. Bei einem Lauf der vorher als großes Volksfest des Ruhrgebietes angepriesen wurde. Tragik oder Leichtsinn ? Hat ein Marathonlauf wirklich etwas mit Volksfest oder Betriebsausflug zu tun ? Haben die hirnlosen Aktionen "von 0 auf 42" nicht eine erhebliche Mitschuld an solchen Ereignissen ? Braucht ein Manager wirklich einen Marathonlauf in seiner Biografie ? Muss jeder schlecht trainierte Jogger auf eine Strecke gelassen werden, an der selbst die Besten oft verzweifeln ! Es muss Schluss sein mit der Verharmlosung von Marathonläufen wie es in vielen Fernsehübertragungen zur Regel geworden ist. Auch wenn es Ex-Weltklasseläufer und Fernsehkommentator Steffny nicht wahrhaben will, es gibt keine Spassläufer auf der Marathonstrecke. Kaum ein Läufer begnügt sich mit Ziel "Hauptsache Ankommen". Es wird quer durchs ganze Läuferfeld auf "Teufel komm raus" gelaufen.
Für gesunde und richtig trainierte Läufer sind Langstreckenläufe trotzdem kaum gefährlicher wie andere Situationen des Alltages. Marathon ist ein Hochleistungssport den nur Narren ohne richtige Vorbereitung angehen.
Kein Mensch würde sich zutrauen bei der Tour de France mitzufahren, einen Marathon muten sich dagegen ganze Biertische zu.
"Totale Verausgabung" war immer das Ergebnis meiner bisherigen sieben Marathonläufe. Jedes Mal musste ich nahezu Unmögliches aus meinem Körper herausholen, ohne dabei aber meine Grenzen überschreiten zu müssen. Sorgen um meine Gesundheit machte ich mir im Wissen einer optimaler Vorbereitung, aber nie. Wer vor und während des Laufes in seinen Körper richtig hinein hört, erkennt die Warnsignale und sollte sie befolgen. Es ist nicht leicht während des Laufes seine Ziele herabzusetzen oder gar aufzugeben. Dabei ist es wahre Stärke, wenn die Vernunft über übertriebenen Ehrgeiz siegt."
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Gesundheit – Ärztliche Untersuchung
Seit einigen Jahren wird bei großen Läufen in Frankreich ein ärztliches Attest
der „Sporttauglichkeit für Marathon“ verlangt. Die Deutschland begnügen sich die Veranstalter in der Regel mit einer gesundheitlichen Selbstbestätigung.
Nach den Todesfällen vom Ruhrmarathon werden auch bei uns wieder die Rufe laut,
ärztliche Untersuchungen zur Pflicht zu machen.
Die Meinungen darüber sind sehr kontrovers, so dass mit einer Einführung so schnell kaum zu rechnen ist.
Daher sollte jeder Läufer selbst überdenken, ob ein freiwilliger jährlicher Check, schon zur eigenen Sicherheit und Beruhigung, nicht sinnvoll wäre.
Diese sollte eine gründliche Anamnese über Vorerkrankungen beinhalten, eine internistische Untersuchung mit Belastungs- EKG und auch eine Untersuchung der Kochen und Gelenke auf Tauglichkeit wäre sinnvoll.
Gerade für Läufer ab 50 Jahren besteht bei ein erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko das nicht unterschätzt werden sollte.
Ob Ihre Krankenkasse sich an diesen Untersuchungen finanziell beteiligt muss im Einzelfall geklärt werden.
Inzwischen gehöre ich auch zu „Risikogruppe“ der über 50 jährigen.
Vor dem 1.Frühjahresmarathon des Jahres lasse ich mich regelmäßig in oben beschriebener Art untersuchen.
Hans Pertsch